Der Nationalpark Cilento und Vallo di Diano (italienisch: Parco Nazionale del Cilento e Vallo di Diano) ist der zweitgrößte Nationalpark in Italien und liegt in der Region Kampanien und in der Provinz Salerno. 

Er wurde 1991 eingerichtet und erstreckt sich über eine Fläche von 181.048 Hektar meist bergigen Geländes von der Küste des Tyrrhenischen Meeres bis zum Vallo di Diano am Fuße des Apennin. 

Im Jahr 1998 wurde der Nationalpark zum UNESCO-Welterbe erklärt. Zentrum des Nationalparks sind die Orte Marina di Camerota und das kleinere Palinuro.  

Sehenswürdigkeiten

Paestum 

Dies ist eine der wichtigsten Anlagen der Magna Graecia und wurde von ihren Begründern anfangs Poseidonia genannt, zu Ehren Poseidons, auch wenn sie Hera und Athena ebenfalls ergeben waren. In Paestum finden wir zahlreiche Zeugnisse und Dekorativ-Gegenstände, die zum größten Teil im Archäologischen Nationalmuseum aufbewahrt sind.
Besonders beeindruckend sind die drei dorischen Tempeln, die aufgrund ihrer besonders guten Erhaltung als einzigartige Beispiele der Magna Graecia-Architektur gelten: Der Hera-Tempel (auch Tempel des Neptuns genannt) aus dem 530 v. Chr., der größte unter den Tempeln Paestums; Der Athena-Tempel (500 v. Chr.), auch bekannt als Tempel Cerere; Die Basilika (540 v. Chr.), die ursprünglich einer der Götting Hera gewidmete Tempel war. 

Amalfi

Amalfi liegt am Golf von Salerno am Tyrrhenischen Meer 26 km westlich von Salerno und 73 km südöstlich von Neapel. Die Stadt liegt an einer steilen Felsenküste, der Amalfiküste, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, und erstreckt sich von der Küste in ein enges Tal der Monti Lattari hinein, die die Halbinsel von Sorrent einnehmen. Die eigentliche Stadt kann nur eine Fläche von rund 3 km² zur Bebauung nutzen. 

Nicht gesicherten Informationen zufolge wurde Amalfi 320 n. Chr. von Soldaten Kaiser Konstantins gegründet. Diese kamen aus dem adriatischen Küstenort Melphe (a Melphe = von Melphe), wovon sich der Name Amalfi ableiten soll. 

Blaue Grotte Palinuro

Die Blaue Grotte (italienisch: Grotta Azzurra) ist eine Höhle im Nordwesten der Insel Capri, deren Zugang ein nur knapp 1,5 Meter hohes Felsloch im Meer ist.

Die Höhle ist etwa 52 Meter lang und 30 Meter breit, das Wasser in ihr ist ungefähr 15 Meter tief. Da das Tageslicht überwiegend unter dem Meeresspiegel reflektiert im Meerwasser in die Grotte gelangt, schimmert das Wasser im Innern der Höhle in einem eigenartigen blauen Farbton. 

Pompeji

Pompeji war eine antike Stadt in Kampanien am Golf von Neapel, die wie Herculaneum, Stabiae und Oplontis beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. verschüttet wurde, unter der Vulkanasche aber weitgehend konserviert blieb.

In seiner etwa siebenhundertjährigen Geschichte wurde Pompeji von Oskern, Samniten, Griechen, Etruskern und Römern bewohnt und geprägt, nach der Verschüttung im Laufe der Zeit aber vergessen. Mit der Wiederentdeckung im 18. Jahrhundert begann die zweite Geschichte der Stadt, in deren Verlauf Pompeji zu einem zentralen Objekt der Archäologie und der Erforschung der antiken Welt wurde. Pompeji ist eine der am besten erhaltenen Ruinen-Städte der Antike. Sein Schicksal ist vielen vertraut, weil es in Kunst und Literatur häufig rezipiert wird. 

Kartause von Padula

Die Kartause von Padula (ital. Certosa di Padula), auch Kartause des hl. Laurentius in Padula (Certosa di San Lorenzo di Padula) genannt, ist ein Kartäuserkloster in Padula in der Provinz Salerno, Kampanien. 1998 wurde sie zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Die ummauerte Gesamtanlage einschließlich des Parks hat eine Fläche von 250.000 m²; davon sind 30.000 m² überbaut. Das Gebäude hat rund 320 Zimmer und Säle. Der Kreuzgang gilt als der größte der Welt und umfasst ca. 12.000 m².

Die Kartause wurde am 28. Januar 1306 von Tommaso Sanseverino, einem Grafen von Marsico aus dem Haus Sanseverino, bei Padula gegründet, wofür er die Kirche San Lorenzo und dazugehörigen Besitz durch Gütertausch von der Abtei Montevergine erworben hatte. Die Schenkungsurkunde wurde am 27. April 1306 von König Karl II. bestätigt und im Anschluss der Bau der Anlage begonnen.

Die Anlage wurde 1882 als nationales Baudenkmal anerkannt, jedoch erst ab 1960 in nennenswertem Maße restauriert. Das Kloster wurde gemeinsam mit den Archäologischen Stätten von Paestum und Velia und dem Nationalpark Cilento und Vallo di Diano zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.